Heisse Ausbildung

Viermal rückte die Feuerwehr Belp nach Thun-Allmendingen aus, um im Regionalen Feuerwehr-Ausbildungszentrum (RFA), das Wesen des Feuers zu spüren und die Löschtechniken zu trainieren.

amü – Die Feuerwehren müssen mit ihren Mannschaften jährlich Übungen am Feuer durchführen und die Brandbekämpfung trainieren. Denn es gilt, mit wenig Wasser die grösste Löschwirkung zu erzielen und so weitere Schäden zu vermeiden. Dieses Training muss jeweils unter realen Bedingungen erfolgen können, um auch das „Wesen des Feuers“ zu spüren und z.B. das Durchzünden des Rauchgases erleben zu können.

Die Feuerwehr Belp besuchte das RFA in Thun-Allmendingen an vier Abenden und trainierte, unter der Anleitung der beiden Belper Feuerwehrinstruktoren, die Brandbekämpfung unter „heissen“ Bedingungen. Die Strahlrohr-Handhabung ist bei der Brandbekämpfung zentral und muss effizient erfolgen: Denn zu viel Wasser heisst auch viel Wasserdampf und Hitze. Diese beiden Faktoren können die Brandbekämpfung erschweren und verzögern. In den Brandcontainern konnte die Belper Feuerwehrmannschaft weitere Erfahrungen bei den Löschtechniken sammeln und die vorhandene Sicherheit in der Brandbekämpfung festigen.

Bilder: Atemschutz-Übung am Feuer 2014

Grosse Feuerwehrfamilie

Der „Kidsday“ ist bei Gross und Klein jeweils dick im Kalender eingetragen. Rund 90 Kinder waren für den diesjährigen Anlass mit ihren Eltern angemeldet. Mit spannenden Posten wurde den grossen und kleinen Feuerwehr-Fans die Feuerwehrarbeit auf spielerische Art näher gebracht.

amü:Am letzten Samstag traf sich die grosse Belper Feuerwehrfamilie zum traditionellen Kidsday der Feuerwehr Belp. Wiederum waren verschiedene Posten vorbereitet worden, wo sich Gross und Klein wie eine richtige Feuerwehrfrau bzw. -mann fühlen durfte. Das Zielspritzen mit der Eimerspritze und mit dem Schnellangriff sind Klassiker und fordern immer alle heraus. Mit dem Verkehrsparcour für Trottinetts u.ä. wurde aufgezeigt, dass die Feuerwehr nicht nur löschen sondern auch den Strassenverkehr lenken bzw. umleiten kann.

Ausgerüstet mit Brandschutzjacke und Atemschutzgerät bestand auch die Gelegenheit, im vernebelten Keller eine Puppe zu suchen und zu bergen. Eine Fahrt im Korb der Autodrehleiter auf 30m durfte ebenfalls nicht fehlen, auch wenn es für einige etwas Überwindung brauchte. Mit der grossen Löschpumpe und den Wasserwerfern wurden imposante Wasserfontänen produziert, welche in Kombination mit der starken Bise, tolle Bilder in den blauen Himmel zeichneten.

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Basisausbildung mit Fachvertiefung

Die Feuerwehrausbildung ist heute modulartig aufgebaut. Das Fundament bildet das Modul „Allgemeine Basisausbildung“ (ABA). Mit Fachvertiefungsmodulen werden die Kenntnisse weiter vertieft und angewendet. Junge Belper Feuerwehrangehörige absolvierten Anfangs April diese Ausbildungseinheiten in Aarwangen.

 amü – Anfangs April führte die GVB in Aarwangen einen wöchigen Feuerwehrkurs durch, in dem den angehenden Feuerwehrleuten das Grundwissen vermittelt wurde. In der 2-tägigen Ausbildungseinheit mit den Titel „Allgemeine Basisausbildung“ wurden die Kernaufgaben der Feuerwehr erläutert und die grundlegenden Handlungsabläufe sowie die Rahmenbedingungen im Feuerwehrdienst erklärt. Die Kursteilnehmer machten erste Erfahrungen in der Handhabung und Anwendung von Geräten. Der Einsatz von Kleinlöschgeräten, Leitern und Tanklöschfahrzeug gehörten zum Basisprogramm wie auch die Arbeitssicherheit und die Gefahrenerkennung. 

Ab dem dritten Tag wurden die gewonnen Kenntnisse vertieft und weiter trainiert: In der sogenannten Fachvertiefung II lernten die Teilnehmer die technischen Hilfsmittel einsatzorientiert einzusetzen. So gehörte neben dem Einsatz der Motorspritze, die situationsgerechte Sicherung von Lasten, die technische Hilfeleistung und der Elementareinsatz zum spannenden Feuerwehr-Ausbildungsprogramm.
Die GVB führt über das ganze Jahr und an verschiedenen Orten fast 30 solche Ausbildungsmodule „Allgemeine Basisausbildung mit Fachvertiefung“ durch.

Bilder: Basiskurs Aarwangen 2014

Wirtschafts-Vision Gantrisch zu Gast in Belp

Rund 50 Firmen haben sich zur Wirtschafts-Vision Gantrisch zusammengeschlossen. Sie unterstützen sich durch gezielte Weiterbildung. Mit der regelmässigen Beziehungspflege wollen sie ihr innovatives Denken und Handeln fördern und so den „Wirtschaftsstandort in der Region Gürbetal-Längenberg-Schwarzenburgerland“ für die Zukunft stärken. Am letzten Montag besuchten sie die Feuerwehr Belp.


amü - Wirtschafts-Vision Gantrisch (WVG) ist ein Verein mit Sitz in Schwarzenburg und vereinigt rund 50 kleinere und mittlere Unternehmungen (KMU). Sie ist eine überregionale Interessengemeinschaft mit Leuten aus den Bereichen Industrie, Gewerbe und Dienstleistung. Sie unterstützen sich gegenseitig durch gemeinsame Weiterbildung, den Austausch innovativer Ideen und Pflege regelmässiger Kontakte. Ziel des Vereins ist es, der Region eine wirtschaftliche Zukunft zu geben. Die Mitglieder treffen sich jeweils zum „Gantrisch-Lunch“ bei welchen ein Thema oder eine Besichtigung im Zentrum steht. Am letzten Montag besuchten sie die Feuerwehr Belp.

Kommandant David Nussbaum bedankte sich für das Interesse, welches der Verein Wirtschafts-Vision Gantrisch der Belper Feuerwehrorganisation entgegen bringe. Er erklärte einleitend den Anwesenden die Aufgabe der Feuerwehr im Allgemeinen und die speziellen Aufgaben der Feuerwehr Belp. Er strich hervor, dass die Feuerwehr Belp auch in der Region, also auch im Gantrischgebiet, Einsätze leistet und die jeweiligen Ortsfeuerwehren bei Bedarf unterstütze. Im letzten Jahr rückte die Feuerwehr Belp z.B. als Sonderstützpunkt für Personenrettungen oder als ADL-Stützpunkt einige Male in die Region Gürbetal aus.

Mit eindrücklichen Zahlen rund um das Feuerwehrwesen rundete der Kommandant die Einleitung ab. Im Anschluss erhielten die Teilnehmer die Gelegenheit, das Material und die Fahrzeuge der Feuerwehr Belp näher kennenzulernen. Tanklöschfahrzeug, die Wärmbildkamera und die Pionierwerkzeuge für die Personenrettung stiessen auf grosses Interesse. Aber auch die Autodrehleiter: Sie ermöglichte einen tollen Blick über die Dächer von Belp bis hin zur Stockhornkette – ein Blick in die Wirtschaftsregion Gantrisch.

Bilder: Wirtschafts-Vision Gantrisch zu Gast in Belp

Übung: Personenrettung bei Unfällen

Wenn sich in der Region Gürbetal oder Längenberg ein schwerer Verkehrs- oder Arbeitsunfall ereignet, wird neben der Ortsfeuerwehr auch die Feuerwehr Belp als kantonaler Sonderstützpunkt für Personenrettungen (SSP PbU) aufgeboten. Um diese Aufgabe wahrnehmen zu können und für den Einsatz gerüstet zu sein, müssen mögliche und fast unmögliche Unfallszenarien trainiert werden.

amü - An einem Sonntagmorgen um 03.46 h wurde die Feuerwehr Belp zu einem Verkehrsunfall im Campagna-Kreisel aufgeboten. Es galt eine Person aus einem Fahrzeug schonungsvoll, in Zusammenarbeit mit den Rettungsdiensten, zu bergen. In den letzten zwölf Monaten rückte die Fw Belp zu elf solchen oder ähnlichen Unfällen aus. Die Bergung von Personen aus Unfallfahrzeugen ist für die Feuerwehr nicht immer einfach und erfordert viel Wissen und auch Improvisationsgeschick.

Zu jeder Tages- und Nachtzeit müssen die Handgriffe sitzen. Die Zusammenarbeit zwischen der Feuerwehr, den Rettungsdiensten und der Polizei sind hier zentral, damit die Rettung der verunfallten Person zeitgerecht erfolgen kann. Diese Zusammenarbeit wird sporadisch geübt und trainiert.
Aus diesem Grunde arrangierten die Verantwortlichen des Fachbereiches „Personenrettungen“ Mitte März wiederum zwei Übungssequenzen

Die eine Aufgabenstellungen für die Mannschaft bestand darin, eine Personenbergung aus einem Unfallfahrzeug in „instabiler Lage“ auszuführen. Die zweite Aufgabe war eine Tiefenrettung: Es musste eine Übungspuppe aus einem 5m tiefen Schacht geborgen werden. Mit dabei war auch der Rettungsdienst Riggisberg, welcher jeweils die medizinischen Aspekte in die Übung einbringt und so diese noch realistischer erscheinen lässt.
Diese Übungen haben jeweils das Ziel „Erfahrungen“ zu sammeln und bieten so auch die Möglichkeit „alternative Lösungswege“ ausprobieren zu können. Im Einsatz können diese Erfahrungen, zu Gunsten einer raschen Bergung der verunfallten Person, umgesetzt werden .

Bilder: Übung Personenrettung bei Unfällen März 2014

Neuer Belper Feuerwehrinstruktor

Die Gebäudeversicherung Bern (GVB) hat per 1. April 2014 sieben neue Feuerwehrinstruktoren ernannt. Mit dabei ist auch ein Belper Feuerwehrangehöriger!

amü - Die Abteilung Feuerwehr der Gebäudeversicherung Bern (GVB) ist zuständig für die strategische Aufsicht der Bernischen Feuerwehren und deren Schulung. Für die Durchführung von jährlich nahezu 100 Ausbildungs- und Weiterbildungskursen für die Berner Feuerwehren verfügt die GVB über 130 externe Mitarbeiter, welche diese Aufgabe in den Funktionen als Kreisfeuerwehrinspektoren, Fachverantwortliche, Experten und Feuerwehrinstruktoren ausüben. 

Peter Frick, Leiter der Abteilung Feuerwehr der GVB, konnte per 1. April 2014 sieben Personen, welche ein strenges Auswahlverfahren sowie eine sehr intensiven Ausbildung abgeschlossen haben, zu Feuerwehrinstruktoren ernennen:

  • Gertsch Daniel, Grindelwald 
  • Hefermehl Erich, Belp
  • Lauenstein Andreas, Langnau
  • Räber Fabian, Lenk
  • Rufener Pascal, Zweisimmen
  • Wanner Christian, Münsingen
  • Wüthrich Hans, Grindelwald

Wir gratulieren ganz herzlich!

Erich Hefermehl ist neben Fritz Bachmann der zweite aktive Feuerwehrinstruktor in der Feuerwehr Belp. Sie nehmen dort die Funktionen als Atemschutz- bzw. Ausbildungsoffizier wahr und können ihr wertvolles Wissen so in die Belper Feuerwehrorganisation direkt einfliessen lassen.

Feuerwehrleute müssen fit sein....

...... Atemschutzgeräteträger besonders. amü: Diese Fitness muss im Turnus von einem Fachmann getestet und dokumentieren werden. Dr. med. Beat Roth führt einmal im Jahr in Wattenwil für die Feuerwehren im Gürbetal einen Belastungstest der besonderen Art durch.


Die Atemschutzgeräteträger, welche turnusgemäss ihre Fitness unter Beweis stellen müssen, treffen sich jeweils Ende März im Feuerwehrmagazin Wattenwil (600m ü. M). Zuerst wir eingecheckt und die medizinischen Daten (Puls, Blutdruck und Sauerstoffgehalt) jedes einzelnen aufgenommen und notiert. Anschliessend rüsten sich die Feuerwehrleute mit den AS-Geräten aus und starten in 2er-Gruppen in die kühle Märznacht. Es gilt rund 300 Höhenmeter auf einer Distanz von 3,850 km zu überwinden. Die Schnelligkeit ist dabei zweitrangig.


Das Panorama von Eiger, Mönch und Jungfrau, dem Niesen und natürlich vom Stockhorn ist Motivation genug, um diese Strecke unter die Füsse zu nehmen. Kurz vor der Hälfte der Strecke sind die Atemschutzflaschen leer und es ist ein Boxenstopp notwendig. Beim Weiler Hof werden wiederum die medizinischen Daten gemessen und das Befinden der Feuerwehrleute kontrolliert. Parallel werden die Druckluftflaschen ausgewechselt und die Kameraden betreut. Nach dieser kurzen Pause gilt es, die zweite Hälfte der Strecke hinter sich zu bringen. Das Ziel ist im Grundbach auf 885m ü. M. mit einer grandiosen Aussicht auf Thun.


Auch im Ziel werden wieder Puls und Blutdruck kontrolliert sowie die Sauerstoffsättigung des Blutes gemessen. In wenigen Wochen erhalten die Feuerwehrkommandos die Resultate in schriftlicher Form. Es kann aber schön heute festgehalten werden, dass die Atemschutzgeräteträger im Gürbetal über eine gute Grundfitness verfügen. Im Anschluss an diesen Aufstieg wartet jeweils ein feiner Imbiss auf die Teilnehmer, damit sie wieder zu Kräften kommen.

Bilder: AS Belastungstest März 2014

AS Aspirantenübung in der (BSA) Brandsimulationsanlage Köniz

ehe: Am Mittwoch den 12. März 2014 konnten fünf neueingeteilte AS- Geräteträger der Feuerwehr Belp in der Brandsimulationsanlage Köniz an die thermischen Bedingungen eines Brandes angewöhnt werden. Die Übung konnte in enger Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Köniz, unter fachkundiger Leitung der GVB Instruktoren Markus Rüegg Kommandant FW Köniz und Marco Streiff sowie Erich Hefermehl AS- OF Belp durchgeführt werden.

Die Aspiranten wurden im Atemschutzgerät schrittweise an die Bedingungen eines Feststoffbrandes angewöhnt. Die thermischen Phänomene mit den Rauchgasschichten wurden in der Entstehungsphase aufgezeigt und erstmals real erlebt. In einer zweiten Übung wurde ein Absuchen eines Gebäudes unter leicht erschwerten Bedingungen aufgezeigt und angewöhnt.

Die fünf neuen Atemschutzgeräteträger sind mit dieser Vorausbildung nun in der Lage bei den jeweiligen Atemschutzübungen mit dem Atemschutzgerät mitzumachen und haben so ein gutes Fundament für den kommenden Atemschutz- Ausbildungskurs.
Wir danken der Feuerwehr Köniz für die tolle Zusammenarbeit und freuen uns diese Partnerschaft auch weiter ausbauen zu dürfen.

Atemschutz: Übungsjahr 2014

ehe/rgr: Gemäss Übungsprogramm werden in diesem Jahr 8 Atemschutzübungen durchgeführt. Schwerpunkt wird unteranderem auf die Themen der Änderungen SÜV und ART aus dem Basiswissen trainiert. Die Übung werden jeweils durch den Atemschutz Offizier Leutnant Erich Hefermehl und seinen Unteroffizieren ausgearbeitet, durchgeführt und kontrolliert. Als Trainingsorte werden möglichst realitätsnahe Übungsobjekte gesucht.

Die neuen Atemschutz Einsatzgrundlagen:

  • S= Sicherheit (Rückwegsicherung)/
  • Ü= Überwachung ( Truppüberwachung)
  • V= Verbindung (Kommunikation Kanal 4)

Die Truppenüberwachung nach der ART Regel (A= Anmarsch, R= Rückweg, T= Trupp) muss bei jedem Einsatz angewendet werden. Bei der Umsetzung der ART Regel geht es darum, dass sich der Trupp nach einem Luftverbrauch von 1/3 der Druckluftflasche die Frage stellt: Bin ich noch auf dem Anmarsch oder Rückweg und wie geht es dem Trupp? Aus dieser Selbstbeurteilung muss bestimmt werden ob der Erfolg des abschliessenden Auftrages, sprich Einsatzes erfolgreich erfüllt werden kann.

Hört der Truppenüberwacher während 5 Minuten kein Funkgespräch des entsprechenden Trupps, so nimmt er die Verbindung zu dem Atemschutztrupp auf. Er beurteilt die Situation nach der ART Regel, aus welcher er den Trupp zum handeln auffordert oder einen Ablösetrupp beim Einsatzleiter anfordert. Die Umsetzung der neuen Atemschutzgrundlagen können bei den Übungen erkannt werden. Die Festigungsstufe wird dann weiter bearbeitet, so dass mit den nächsten Übungen in die Anwendungsstufe gewechselt werden kann.

Delegiertenversammlung BMW

Traditionell findet im Anschluss an den Kdt-Rapport die Delegiertenversammlung des Feuerwehrverbandes Bern-Mittelland West (BMW) statt. Nach den statuarischen Traktanden wurden die zurückgetreten Kommandanten für ihre Arbeit geehrt.


Kdt /amü Adrian Maurer, Präsident des Feuerwehrverbandes Bern-Mittelland West begrüssten die anwesenden Personen zur 4. Delegiertenversammlung. Wiederum durfte auf ein erfolgreiches Verbandsjahr zurückgeblickt werden. So organisierte Ausbildungschef Fritz Bachmann z.B. je einen Liftkurs bei der Firma Emch in Bern sowie einen Photovoltaik-Kurs in Belp, welche auf sehr grosses Interesse bei den Feuerwehren stiessen.

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